Jethelm Test

Besonders bei Fahrern von klassischen Motorrädern und Rollern sind Jethelme aus stylischen Gründen besonders beliebt. Während der Fahrt ist das Gesicht frei und der Helm hat keine feste Kinnpartie, anders als der feste Integralhelm, der den ganzen Kopf schützt. Bei geringer Geschwindigkeit sind Jethelme eine moderne Lösung –für längere Fahrten mit höheren Geschwindkeiten bieten sie sich jedoch nicht an. Die Vorteile liegen jedoch für den Stadtverkehr auf der Hand: Der Fahrtwind kitzelt um die Nase, man kombiniert den Helm mit einer stylischen Sonnen- oder Fliegerbrille und hinterlässt sich einen coolen Eindruck auf der Straße. Gerade Fahrer einer Vespa oder kleineren Rollern stören sich an umfangreicher, schwerer Motorradbekleidung. Auch wenn Jethelme in Sachen Schönheit punkten, was die Sicherheit angeht, haben sie ein großes Manko. Bei einem Sturz schützen sie den Kopf nicht so gut, wie größere Helme, die den Helm ganz umschließen. Im Jethelm Test haben wir Ihnen die wichtigen Infos rund um die stylischen Modelle zusammengestellt und geben Ihnen Tipps, was Sie beim Kauf beachten müssen.

Jethelme im Überblick

Modell NZI Vintage II  IXS Jethelm HX 105 Shark Jethelm Raw Blank
NZI Vintage II Motorradhelm, Weiß, 57 IXS Jethelm HX 105, Farbe silber-matt, Größe L (59/60) Shark Jethelm Raw Blank Mat, Farbe schwarz, Größe L (59/60)
Bewertung
Gewicht 1400 Gramm 1080 Gramm 1300 Gramm
Visier vorhanden nicht vorhanden nicht vorhanden
Verschluss Ratschen-Verschluss Ratschen-Verschluss Ratschen-Verschluss
Besonderheiten
  • aus Thermoplast
  • verstellbarer Verschluss
  • waschbares Innenfutter
  • hochwertiges Innenfutter
  • mit Klarlackversiegelung
  • wenig Windgeräusche
  • Optimaler Komfort auch für Brillenträger
  • aus Polycarbonat
  • austauschbares Visiersystem
Preis 55,72 EUR 49,95 EUR 189,90 EUR
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Die Anschaffung eines Jethelms kann trotz der etwas schlechteren Sicherheit gerade für den Stadtverkehr bei langsamen Geschwindkeiten in Betracht gezogen werden. Vor allem vom modischen Aspekt her sind die Helme, die es in verschiedenen Forme und Farben von knallrot bis matt-schwarz gibt, nicht zu toppen. Besitzer von Vespas oder Scootern greifen häufig zu einem Jethelm. Es gibt jedoch auch Fahrer von Motorrädern, Choppern, Crusiern, Naked Bikes oder Oldtimern, die zu Jethelmen greifen. Die Fangemeinde wird jedoch immer kleiner, das liegt haupstächlich am Sicherheitsaspekt.

Einige Modelle lassen sich bequem mit einer Brille oder Sonnenbrille tragen, so wird der Coolness-Faktor noch einmal erhöht. Während der Fahrt ist der Kopf zwar geschützt, Nase und Kinn können jedoch bei einem Sturz verletzt werden. Deshalb empfehlen wir Ihnen im Jethelm Test ein solches Modell vor allem für langsamere Fahrten, hier wird das Risiko eines Sturzes in Zaum gehalten. Wer besseren Schutz sucht, sollte jedoch zu Rollerhelmen mit Gesichtsschutz, Integralhelmen oder anderen Motorradhelmen greifen. Von der Gestaltung her orientieren sich Jethelme übrigens an alten Pilotenhelmen, daher auch das Wort „Jet“ im Namen.

Wichtige Hinweise zum Kauf eines Jethelms

Es gibt ein paar Kriterien, die Sie beim Kauf beachten sollten. Im Jethelm Test haben wir Ihnen die wichtigsten davon übersichtlich festgehalten.

Die Passform

Wie bei allen anderen Helmen steht auch beim Jethelm die Passform an oberster Stelle. Sie sollten daher am besten den Helm anprobieren können, bevor Sie ihn kaufen. Machen Sie im Laden ab besten direkt den Zwei-Finger Test: Wenn zwei Finger unter den Helm passen sollten, ist er zu groß. Schütteln Sie außerdem den Kopf einmal durch, während Sie den Helm auf dem Kopf haben. Verrutscht er nicht, passt er gut.

Um die richtige Helmgröße zu ermitteln, messen Sie die breiteste Stelle Ihres Kopfes. Beachten Sie, dass die Passform je nach Hersteller unterschiedlich ausfallen kann. Hier geben wir Ihnen jedoch einen Überblick über die allgemeinen Helmgrößen:

  • XXS 51 – 52 cm
  • XS 53 – 54 cm
  • S 55 – 56 cm
  • M 57 – 58 cm
  • L 59 – 60 cm
  • XL 61 – 62 cm
  • XXL 63 – 64 cm

Das Visier

Zahlreiche Jethelme besitzen kein Visier. Die Hauptaufgabe dieses Zusatzes ist der Schutz vor Insekten, Staub, Sonne, Regen und Wind. Wenn Sie sich vor diesen Unannehmlichkeiten nicht mit einer Sonnen- oder Fliegerbrille schützen wollen, sollten Sie zu einem Jethelm mit Visier greifen. Diese sind meist etwas teurer.

Die Außengeräusche

Sollten Sie sich für einen Jethelm entscheiden, müssen Sie bedenken, dass die Außengeräusche sehr laut sein können. Fahren Sie deshalb möglicherweise doch einmal etwas schneller, sollten Sie zu Ohropax greifen. Treten bei einem Integralhelm erst bei Geschwindkeiten von 130-160 km/h Windgeräusche auf, sind Sie bei Jethelmen schon wesentlich früher zu hören.

Normen

Wie bereits erwähnt ist bei einem Jethelm kein besonders hoher Schutz gegeben. Achten Sie deshalb verstärkt darauf, dass Ihr gewählter Helm der Norm ECE-22-05 entspricht, die für alle Schutzhelme auf motorisierten Zweirädern gilt. Darin werden unter anderem die Belastbarkeit der einzelnen Helmelemente, Größe des Sichtfeldes, Stoßdämpfung und die Beschaffenheit des Visiers festgehalten. Wählen Sie deshalb besser keinen Helm, der diese Kennzeichnung nicht trägt.

Sogenannte Braincaps oder Halbschalenhelme, die noch weniger Schutz als ein Jethelm bieten, sind im Übrigen in Deutschland verboten.

Hersteller und Marken

Im Bereich der Jethelme sind vor allem Modelle der Hersteller Nolan Shark, HJC, LS2, Shoei, Vespa, AGV und Schuberth sehr beliebt. Im Jethelm Test bieten wir Ihnen hier noch einmal eine Übersicht über die wichtigsten Hersteller:

Der Umgang mit einem Jethelm

Haben Sie sich für einen Helm aus unserem Jethelm Test entschieden, müssen Sie im Umgang eine wichtige Dinge beachten, da mit Sie lange etwas von Ihrem Helm haben und die Sicherheit gewährleistet wird. Sollte Ihr Helm lange im Keller oder der Garage gelegen haben, müssen Sie Ihn vor Benutzung noch einmal ordentlich untersuchen. Kontrollieren Sie den Verschluss, den Kinnriemen und das Visier. Ist das letztere zerkratzt, sollten Sie es austauschen, vor allem das Fahren bei Nacht kann so stark beeinträchtigt werden.

Sollte es einmal zu einem Sturz gekommen sein, raten wir Ihnen, den Helm auszutauschen, auch wenn keine äußerlichen Schäden zu sehen sind. Es kann zu Stauchungen der Innenschale oder winzigen Haarrissen kommen. Auch ohne Unfall sollten Sie Ihren Helm nicht ewig benutzen. Tauschen Sie das Modell am besten nach 5 Jahren aus, um eine maximale Sicherheit gewährleisten zu können.

Für die Reinigung benutzen Sie am besten ein einfaches Tuch und ein milde Seifenlage. Bei Leder oder einem anderen sensiblen Material müssen Sie besonderes Reinigungsmittel benutzen. Sie sollten aggressive Lösungsmittel vermieden, da diese den Lack angreifen können. Polieren Sie den Helm am besten mit einem feinen Mikrofasertuch.

Alles auf einen Blick

Zum Abschluss des Jethelm Tests geben wir Ihnen noch einmal alle wichtigen Infos rund um die stylischen Helme auf einen Blick.

Retrohelme

Besonders häufig können Sie Jethelme im Retrodesign kaufen. Das bekannteste ist wohl die amerikanische Flagge über den Helm gezogen. Es gibt jedoch auch zahlreiche andere Designs und Ausführungen. So erhalten Sie Jethelme in klassischem schwarz, oder mit bunten Mustern und auffälligen Verziehrungen.

XXL-Helme

Für Menschen mit etwas größeren Köpfen gibt es auch Helme in den Größen XL und XXL. Die Hersteller Premier Vintage, Seventies Vintage, LS2 und Draxtar bieten beispielweise diese Größen an. Oben im Test finden Sie Hilfestellungen, wie Sie die richtige Passform ermitteln können.

Jethelme, Vespa und Polo

Viele Besitzer einer Vespa greifen zu Jethelmen. Zum Retro-Design der Maschine muss natürlich der passende Helm her. Für ein richtiges Motorrad eignen sich Jethelme wie oben bereits erwähnt jedoch eher weniger, da die Sicherheit bei höheren Geschwindkeiten zu wünschen übrig lässt. Die beliebte Marke Polo bietet neben Motorradhandschuhen, Jacken und Stiefeln auch viele Arten von Motorrad- und Jethelmen. Aber auch im Bereich von Cross-, Sport- und Policehelmen werden Sie dort fündig.

Jethelme in der Stiftung Warentest

Bisher hat die Stiftung Warentest noch keinen expliziten Jehthelm Test durchgeführt. In einem Motorradhelm Test der Ausgabe 04/2004 wurden neben Klapp- und Integralhelmen fürs Motorradfahren jedoch auch Jethelme getestet. Dabei schnitten die Modelle AGV K2 und Caberg 103 Classico besonders gut ab. Der Testsieger im Bereich der Jethelme war der Nolan 41.

NZI Jethelm - in Weiß - BESTSELLER
65 Bewertungen
NZI Jethelm - in Weiß - BESTSELLER
  • Schale aus Thermoplast-Material
  • mit Visier
  • Mit der EU Sicherheitsnorm- ECE/UN R22.05
  • Herausnehm- und waschbares Innenfutter
  • Mikrometrischer, verstellbarer Verschluss, leicht bedienbar sogar mit Handschuhen
  • In folgenden Größen: 54, 55-56, 57, 58 und 59

Vor- und Nachteile von Jethelmen

Zum Abschluss geben wir Ihnen alle Vor- und Nachteile eines Jethelms noch einmal auf einen Blick.

Vorteile

  • auch bei hohen Temperaturen angenehm zu tragen
  • eignet sich perfekt für das Fahren in der Stadt bei langsamen Geschwindkeiten
  • luftig und leicht
  • Retro-Design (modischer Aspekt)

Nachteile

  • Schutz vor Regen und Kälte ist nicht gegeben
  • ungeschützte Kinn- und Nasenpartie
  • Windgeräusche sind stark zu hören

Greifen Sie also für das langsame Fahren in der Stadt gerne zu einem stylischen Jethelm. Sind Sie bei hohen Geschwindkeiten länger unterwegs, sollten Sie sich einen Integralhelm zulegen.