Motorradhandschuhe Test

Motorradhandschuhe halten die Finger warm und schützen die Hand vor Stürzen. Um optimalen Schutz zu bieten ist es vor allem wichtig, dass sie über sogenannte Protektoren, einen Knöchelschutz verfügen. Dabei sind Hartplastik-Verschalungen besonders stabil, diese können allerdings die Bewegungsfreiheit einschränken. Polster aus Schaumstoff schützen zwar kaum, sind jedoch auch bequemer. Neben den Protektoren sollten Sie auch auf verstärkte Innenhände achten.

Beim Material bestehen die besten Motorradhandschuhe aus Leder. Das Material ist sehr reißfest und gleichzeitig atmungsaktiv. Zudem handelt es sich um ein natürliches, flexibles Produkt. Leider sind Lederhandschuhe aber nicht komplett wasserdicht, auch die Pflege ist relativ zeitintensiv. Einen Vorteil in dem Bereich bieten Handschuhe aus Polymid und Kunstleder, diese sind jedoch nicht ganz so reißfest. Sie können aber über eine Klimamembran bei beispielweise Gore Text mit X-Trafit Beschichtung ausgestattet sein, die für eine gute Belüftung und Schutz vor Nässe sorgt.

Für besonders guten Schutz sollten Sie zu Handschuhen greifen, die bis über das Handgelenk reichen. Diese bieten mehr Sicherheit als kurze Motorradhandschuhe im Chopper-Stil. Handschuhe sind beim Motorradfahren extrem wichtige Begleiter. Nicht nur als Schutz vor Kälte und Nässe, auch bei Stürzen kann die richtige Ausrüstung schwere Verletzungen verhindern. So fangen wir uns bei einem Sturz reflexartig zuerst mit den Händen ab, ein hohes Maß an Schutz bieten dann verstärkte Motorradhandschuhe. Wir geben Ihnen hier im Motorradhandschuhe Test alle wichtigen Infos rund um verschiedene Modelle und was Sie beim Kauf beachten müssen.

Motorradhandschuhe Vergleich

Modell Alpinestars Scheme Kevlar  PROANTI®  Held RS-1000
Alpinestars Scheme Kevlar Handschuh, Farbe schwarz, Größe 3XL / 12 Motorradhandschuhe PROANTI® Leder kurz Motorrad Handschuhe (Gr. S-XXL weiß) Held RS-1000 Handschuh, Farbe blau-rot, Größe S / 7
Bewertung
Material Mesh, Kunstleder Leder Leder
Schutz Knöchelschutz, Schaumpolster, verstärkte Innenhand Knöchelschutz, verstärkte Innenhand Knöchelschutz, Schaumpolster, verstärkte Innenhand
Größen S bis XXXL S bis XXL S bis XXL
Besonderheiten
  • mit Knöchelprotektoren
  • atmungsaktiv
  • sicherer Verschluss
  • sportliche Form
  • Sehr gute Qualität
  • mit Protektoren
  • schweißbeständig
  • samt Visiervischer
  • Lederstretch-Einsätze
Preis 62,35 EUR 29,99 EUR Derzeit nicht verfügbar
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Was unterscheidet Motorradhandschuhe von anderen Handschuhen?

Nicht alle Handschuhe eignen sich für die Benutzung auf dem Motorrad. Denn beim Fahren soll nicht nur verhindert werden, dass die Hände kalt werden, vor allem der Handschutz bei Stürzen steht im Vordergrund. Im Idealfall bestehen die Handschuhe nicht nur aus einem reißfesten und abriebfesten Material sondern sind auch noch mit speziellen Protektoren verstärkt. Dabei schützt ein Knöchelschutz die Hand vor Brüchen. Wenn die Handschuhe für den Motorradsport ausgelegt sind, kann es auch vorkommen, dass einzelne Finger mit Protektoren ausgestattet sind. Häufig wird auch die Handinnenfläche extra verstärkt, dadurch ist die Sicherheit selbst bei erhöhten Geschwindigkeiten gegeben. Zudem gibt es Motorradhandschuhe die mit einem sogenannten Visierwischer ausgestattet sind. An der linken Hand haben Sie einen Gummi-Einsatz, mit dem das Visier bei Regen abgewischt werden kann. Oft sind kleiner Finger und Ringfinger miteinander vernäht. Im Falle eines Sturzes kann so der kleine Finger stabilisiert und vor Verletzungen geschützt werden.

Die meisten Motorradhandschuhe sind für den Sommer ausgelegt. Das liegt unter anderem daran, dass die meisten Fahrer nur in maximal drei Jahreszeiten unterwegs sind und sich im Winter kaum auf die Straße trauen. Motorradhandschuhe für den Sommer sind mit einer guten Belüftung ausgestattet. Im Frühling und Herbst gibt es Übergangshandschuhe, die mit speziellen Beschichtungen gegen Wasser ausgestattet sein können.

Verschiedene Arten von Motorradhandschuhen

Es gibt unterschiedliche Arten von Motorradhandschuhen, die wir Ihnen hier kurz im Überblick zeigen möchten.

Touren-Handschuhe

Die meisten Motorradhandschuhe auf dem Markt sind sogenannte Touren-Handschuhe. Hier wird ein Kompromiss zwischen Atmungsaktivität und Isolation gefunden. An sehr warmen Tagen können sie daher zu warm sein, im Winter zu kalt. Touren-Handschuhe sind auf lange Fahrten ausgelegt, deshalb sind die Modelle häufig wasserdicht. Als Alternative können Sie auch Überziehhandschuhe als Schutz zur Regen hinzukaufen.

Sport-Handschuhe

Das höchste Maß an Sicherheit bieten Sport-Handschuhe, die aus hochwertigem und reißfestem Material bestehen und mit Protektoren ausgestattet sind. Zudem haben Sie meist noch eine zusätzliche Verstärkung. Sie sind jedoch nicht nur teurer, sondern auch unbequemer als dünne Handschuhe. Vor allem für lange Fahrten raten wir Ihnen daher eher zu Touren-Handschuhen.

Übergangs-Handschuhe

Für die Übergangszeit im Herbst und Frühling gibt es auf dem Markt Übergangshandschuhe, die aus einem Material-Mix zwischen Leder und Textil gefertigt sind. Häufig verfügen sie über ein wärmendes Futter und sind wasserdicht.

Chopper-Handschuhe

Handschuhe, die man auf einer Chopper trägt, reichen meist nicht über das Handgelenkt. Sie sind meist aus einfachem Leder und haben in Puncto Sicherheit große Mängel. Sie schützen nur vor dem Wind, bei einem Sturz sind Sie mit solchen Handschuhen überhaupt nicht abgesichert.

Winter-Handschuhe

In der Regel sind Winter-Handschuhe fürs Motorradfahren mit dickerem Futter ausgekleidet, wodurch das Griffgefühl am Lenker etwas eingeschränkt sein kann. Es gibt Dreifingermodelle, die beispielweise mehr Beweglichkeit bieten als Fäustlinge. In besonders kalten Wintern können beheizbare Handschuhe, die mit kleinen Heizelementen ausgestattet sind, sehr praktisch sein.

Wichtige Kaufkriterien

Wir haben Ihnen hier im Motorradhandschuhe Test ein paar Kriterien zusammengestellt, die Ihnen den Kauf des richtigen Modells erleichtern können. Achten Sie besonders auf Ihre Sicherheit und greifen Sie dafür auch lieber einmal etwas tiefer in die Tasche, wenn Ihnen Ihre Gesundheit lieb ist.

Das Material

Leder ist eines der Hauptmaterialien von Motorradbekleidung. Vor allem in den Kategorien Haltbarkeit, Flexibilität und Tragegefühl kann das Material punkten. Es ist sehr strapazierfähig, in den seltensten Fällen kommt es zu Druckstellen oder Reibungen. Die Tierhaut verfügt über Poren, deshalb ist es zudem atmungsaktiv und schwerer als andere Textil-Materialien. Achten Sie vor dem Kauf darauf, ob Sie allergisch auf Gerbstoffe reagieren könnten. Sie sollten das gekaufte Produkt in diesem Fall vor dem ersten Tragen waschen und pflegen. Zur Pflege allgemein raten wir Ihnen das Einfetten des Materials, da Leder austrocknen kann. Besonders hochwertig ist übrigens Känguru-Leder, da es widerstandsfähiger als andere Leder-Arten ist.

Häufig kommen auch Textilienstoffe zum Einsatz, die strapazierfähig und dünn sind. Dabei handelt es sich meist um feuchtigkeitsabweisende Funktionsmaterialien, die sich gut an die Hand des Fahrers anpassen können. Im Gegensatz zu Leder ist Textil sehr pflegeleicht und trocknet schnell. Hersteller setzen häufig auf einen Material-Mix aus Leder und Textil. Die positiven Eigenschaften beider Materialien werden so genutzt.

Die Sicherheit

Motorradhandschuhe können über zahlreiche unterschiedliche Arten von Protektoren verfügen. Sie finden beispielswiese Knöchelschützer aus Hartschalen-Plastik, einfachem Schaumstoff oder PU-Schaum. Letzterer verhärtet sich erst bei Stürzen und bietet im Vorfeld ein hohes Maß an Beweglichkeit.

An den Daumen und Handkanten finden Sie häufig Schaumstoffpolster. Teilweise werden auch Fasern aus Kevlar oder Carbon eingearbeitet, dadurch wird die Reißfestigkeit des Materials erhöht.

Marken und Hersteller

Sie erhalten Motorrad-Handschuhe von den folgenden Herstellern:

*folgt

Die Kosten

Rechnen Sie bei der Anschaffung von neuen Motorradhandschuhen mit Preisen zwischen ab 20 Euro. Hochwertige Modelle mit vielen Zusatzfunktionen können aber auch mehrere hundert Euro kosten.

Alles rund um Motorradhandschuhe auf einen Blick

Zum Abschluss geben wir Ihnen im Motorrad-Handschuhe Test noch einmal alle wichtigen Infos und Antworten auf wichtige Fragen auf einen Blick.

Der Sitz von Handschuhen

Wenn Sie Ihre neuen Motorradhandschuhe probetragen wollen Sie sicherlich wissen, wie sich ein richtiger Sitz anfühlen muss. Die Handschuhe dürfen nicht zu groß sein, sonst bilden sich beim Umgreifen des Lenkers Falten. Aber sie dürfen auch nicht zu kurz über den Fingern geschnitten sein. Beim Greifen könnten Sie dann vorne anstoßen. Lederhandschuhe dehnen sich bei Gebrauch noch einmal, diese sollten sie also lieber nicht zu groß kaufen. Textil-Handschuhe dagegen behalten ihre Form.Die Jahreszeiten

Die meisten Motorradhandschuhe aus dünnem, atmungsaktivem Material sind für den Sommer ausgelegt. Für den Winter benötigen Sie dickeres Futter, das gegen Wind und Kälte isoliert. Es gibt jedoch wenige echte Motorradhandschuhe für den Winter, da die meisten auf eine Benutzung in nur drei Jahreszeiten ausgelegt sind. Mit Akku betrieben gibt es jedoch teilweise beheizbare Handschuhe im Handel.

Alpinestars Motorradhandschuh - BESTSELLER
10 Bewertungen
Alpinestars Motorradhandschuh - BESTSELLER
  • aus Leder und Textil
  • mit Knöchelprotektoren
  • atmungsaktiver MESH-Design
  • Finger Flexwickeln für den Komfort
  • einfaches Anziehen und sicherer Verschluss durch Manschetten mit Klettverschluss

Vor- und Nachteile von Motorradhandschuhen

Am Ende möchten wir Ihnen noch einmal alle Vor- und Nachteile von speziellen Motorrad-Handschuhen auf einen Blick auflisten.

Vorteile:

  • sehr stabil und speziell auf das Motorradfahren ausgelegt
  • Stürze werden gut abgefangen
  • gute Haltbarkeit
  • gute Griffigkeit beim Fahren

Nachteile:

  • hohe Qualität kann teuer werden
  • zwischen Atmungsaktivität, Wasserdichte und Isolationswirkung müssen Kompromisse gemacht werden
  • keine Modelle für Sommer und Winter vorhanden

Für das Fahren im Sommer sollten Sie sich auf jeden Fall Motorradhandschuhe aus einem flexiblen und atmungsaktiven Material zulegen. Beheizbare Modelle für den Winter dagegen können direkt einige hundert Euro teurer sein.